Wissenschaftsladen ist Gewinner der “Light Cares” Ausschreibung des BMBF

Pressemitteilung des BMBF :

Prothesen aus dem 3D-Drucker und Rollstühle, die sich mit den Augen steuern lassen: Die “Maker” machen den Alltag für Menschen mit Behinderung leichter. Der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller hat die Sieger des Wettbewerbs ausgezeichnet.

Der Parlamentarische Staatsekretär Stefan Müller mit den Siegern des “Light Cares”-Wettbewerbs im FabLab Berlin.© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Oft sind es schon kleine Dinge des Alltags, die Menschen mit Behinderungen vor große Herausforderungen stellen. So sind Bordsteinkanten für Rollstuhlfahrer unüberwindbare Hindernisse. Und blinde Menschen kommen in fremder Umgebung ohne Hilfe schlichtweg nicht weiter. Dabei möchten Menschen mit Behinderungen ein möglichst selbstständiges und unabhängiges Leben führen.

Um das zu erreichen, sind neue Ideen nötig. Oft kommen sie aus der Maker-Szene, einer Bewegung, die rund um den Globus immer mehr Menschen zum Mitmachen und Selbermachen anregt. Digitale photonische Fertigungsverfahren wie 3D-Druck und Lasercutter sind durch diese Do-it-Yourself-Bewegung inzwischen für praktisch jeden verfügbar. Entscheidend ist der Open Source-Gedanke: Die Projekte werden frei im Netz gezeigt, geteilt und können so von jedem nachgebaut, erweitert und verbessert werden.

Mit dem Wettbewerb „Light Cares – Photonische Technologien für Menschen mit Behinderungen“ unterstützt das Bundesforschungsministerium dieses Potential. Der Parlamentarische Staatsekretär Stefan Müller hat im FabLab Berlin die zehn Siegerprojekte des Wettbewerbs ausgezeichnet. Durch den Einsatz photonischer Werkzeuge unterstützen sie Menschen mit Behinderung selbstständig zu sein.

Kreative Lösungen erleichtern den Alltag

Die Ideen sind dabei sehr vielfältig: Im Projekt „Custom DIY Limbs“ entwickeln Mitarbeiter des Berliner Unternehmens Makea Industries ein Verfahren, um für Patientinnen und Patienten mit Handicaps passgenaue Prothesen und Orthesen aus dem 3D-Drucker herzustellen. Dabei werden die Personen dreidimensional eingescannt, um anschließend geeignete Prothesen und Druckverfahren zu testen. Insgesamt entsteht eine digital zugängliche Open Source Lösung.

Michael Hasenpusch von der Firma Ottobock HealthCare. Das Unternehmen unterstützt die Maker dabei, innovative Ideen umzusetzen.© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist die Arbeit im Haushalt oft eine Herausforderung: Viele Geräte haben optischen Anzeigen, wie zum Beispiel Waschmaschinen oder die Spülmaschinen. Das Projekt „ANSPRAKON“ der Philipps-Universität Marburg will zusammen mit der Deutschen Blindenstudienanstalt mehr als eine Millionen Blinde und Sehbehinderte in Deutschland helfen, sich in ihrem Zuhause sicher und eigenständig zu fühlen. Für 20 verschiedene Haushaltsgeräte sollen Demonstratoren geschaffen werden, die die jeweiligen Anzeigen der Geräte optisch erfassen und mit einer Sprachausgabe hörbar machen.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt das Projekt „SLSASSIST“ des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik aus Oberhausen. Das Ziel des Projekts sind Methoden, wie Menschen mit Rheuma aktiv in die Gestaltung ihrer Hilfsmittel einbezogen werden können. Hierzu sollen die spezifische Eignung von 3D-Druckern aufgezeigt und insbesondere neue elastische Materialien getestet werden. So können zukünftig Hilfsmittel wie beispielsweise Handschienen, Deckelöffner, Schneidhilfen oder die Griffe von Stiften für rheumatisch erkrankte Menschen mit DIY-Werkzeugen hergestellt werden.

Austausch mit Unternehmen und Industriepartnern

Der Austausch und die Vernetzung mit Unternehmen sind ausdrücklich erwünscht. Angestrebt ist, die Ergebnisse zu verwerten - zum Beispiel durch Start-ups aus der Maker-Bewegung oder durch Industriepartner. So fand zum Beispiel die Siegerehrung des Wettbewerbs im FabLab Berlin (Fabrication Laboratory) statt, einem offenen Innovationslabor für Hard- und Softwareentwickler, Designer, Künstler, Ingenieure und Erfinder. Das FabLab stellt computergesteuerte Hightech-Werkzeuge wie Lasercutter, Laserscanner oder 3D-Drucker zur Verfügung und ist ein Treffpunkt für diese sehr heterogene, kreative Szene. Die Aktivitäten des FabLab Berlin werden von dem Medizintechnik-Konzern Ottobock auf dem firmeneigenen Gelände unterstützt.

Die Gewinner des „Light Cares“-Wettbewerbs sind:

  • Custom DIY Limbs, Wolf Jeschonnek von Makea Industries GmbH, Berlin
  • Made For My Wheelchair, Wolf Jeschonnek von Makea Industries GmbH, Berlin
  • Assistenzsystem für manuelle Werkstattarbeitsplätze von Menschen mit Behinderung mittels optischer 3D-Sensorik (AMBOS), Julia Denecke vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Stuttgart
  • 3D-gedruckter Anzeige-Sprachausgabe-Konverter (ANSPRAKON), Martin Koch von der Philipps-Universität Marburg
  • SELFMADE, Ingo Bosse von der Technischen Universität Dortmund
  • Einsatz von Desktop-SLS Maschinen zur partizipativen Herstellung von Rheumahilfen in Fab-Labs (SLSASSIST), Jan Blömer vom  Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Oberhausen
  • Entwicklung einer LiDAR-basierten Mobilitätshilfe für Personen mit wesentlicher Sehbehinderung oder Blindheit (LIDARSEE), Bruno Rosales Saurer vom FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe
  • Fabricate Your Living Aid and Digital Transformation of Laboratories (FABULANDLABS), Mario Parade vom Wissenschaftsladen Potsdam e.V.
  • VRread, Frank Eicher vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung, Stuttgart
  • Active PaRametrizable Open-Source Articular Orthesis for Children (APPROACH), Ulrich Wagner von der Hochschule München

Link : zur Pressemitteilung

 

Tag der offenen Tür FabLab machBar Potsdam

Für den 30. April laden wir euch in die Räume des Potsdamer FabLab
machBar ein. Anlässlich der Jubiläumsfestwochen im Freiland wollen
wir die Werkstatträume zum vernetzen, basteln, reparieren,
programmieren, designen und fliegen öffnen.

Für Groß und Klein gibt es vom digitalen Sandkasten, über das gemeinsame
reparieren von Haushaltsgeräten bis zur Drohnen-Flugshow viel zu entdecken.
Beim Coder Dojo[1] können Jugendliche von 5 – 17 lernen zu programmieren
und Roboter zu steuern. Beim repairCafe könnt ihr mit Spezialwerkzeugen
eure kaputten Smartphones etc. reparieren, beim upLUG-Stand [2]  Linux
installieren, die Werkstatt anschauen und dabei via Freifunk [3] Ideen
für 3D Drucker und Lasercutter suchen.

Samstag 30. April - 13-17 Uhr / machBar & ClubMitte

Haus 5:  repairCafe / 3D Druck / Lasercutter / Laserscannen / CNC-Fräsen
Haus 4: Coder Dojo / Freifunk / uplug / Open Data Ecke

Flugfeld:  Drohnenflugshow / digitaler Sandkasten / Müllvermeidungsprojekt

Kommt vorbei! Meldet euch wenn ihr mithelfen wollt!

PS: Das repairCafe aus der Stadt- und Landesbibliothek wird an diesem
Tag nur im Freiland stattfinden.

Workshop Science Hacks am 8.7. in der Bibliothek Potsdam

Am Mittwoch 8.7.2015 findet ein kleiner “science hacks” Workshop in Zusammenarbeit mit der Stadt und Landesbibliothek von 16:30-18:30 im dortigen Workshopraum statt. Schwerpunktmäßig wird es um “optische” Smartphone-Addons gehen, um z.B. diese als Mikroskop zu verwenden.

http://www.bibliothek.potsdam.de/jeden-mittwoch-kostenlose-kurseworkshops-zum-3d-drucken

3D Druck-Workshop in der Bibliothek und das nächste Repair-Cafe Wochenende

Am Mittwoch, 24.6. findet von 16:30-18:30 ein 3D-Druck Workshop in der Bibliothek zum Thema “Kleine Helferlein aus dem 3D-Drucker” von uns in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam statt.

Der Link zur Veranstaltung :

http://www.bibliothek.potsdam.de/kleine-helferlein-aus-dem-3-d-drucker-workshop

Am darauffolgenden Wochenende findet wieder ein kleiner Repair-cafe Marathon statt. Start ist am 27.6. (der Samstag) von 10-14 Uhr neben dem Cafe der Stadt und Landesbibliothek am Platz der Einheit. Weiter gehts am Sonntag 28.6. parallel zum Trödelmarkt bei uns im freiLand von 14-18 Uhr.

PS: Noch ein Presseartikel in der PNN vom ersten öffentlichen Workshop von uns mit der Bibliothek : http://www.pnn.de/potsdam/972318/

 

 

Impressionen vom ersten Drone-Day im freiLand

Der nächste Drone-Day@freiLand wird in den ersten Juliwochen an einem hoffentlich genauso schönen Nachmittag stattfinden. In den nächsten Tagen wird hier der Termin veröffentlicht.

Repair Cafe und erster Schritt Richtung Bibliotheks Makerspace am 30.5.2015 in der Stadt und Landesbibliothek Potsdam

Am 30.5. findet der erste Teil unseres Repair Cafe Wochenendes in der Stadt und Landesbibliothek seinen Anfang. Von 10- 14 Uhr ist das Repair Cafe geöffnet. Der Ort wird wie immer im Raum neben dem Bibliotheks-Cafe sein. Wir freuen uns auf euer Kommen.

Gleichzeitig wird die 3D-Druck Station der Bibliothek in Betrieb genommen. In den folgenden Wochen wird dieser dann in Workshops und auch für die öffentliche Nutzung immer am “Maker” Mittwoch zur Verfügung stehen.

Link zur Seite der Bibliothek

Am Sonntag findet dann der traditionelle Second-Hand Markt im freiLand Potsdam. Parallel dazu findet ein Repair Cafe in unserer Werkstatt statt. (ab 14  Uhr)

eure machBar  

Impressionen von unseren Veranstaltungen Januar 2015

RepairCafe in der  Stadt- und Landesbibliothek und im Nachbarschaftshaus sowie KidsMaker Kurse bei uns und anderswo :