Update #3: 2014: Mobile Makerspace auf den Designtagen Brandenburg

Im November haben wir über mehrere Tage einen mobilen Makerspace auf den Designtagen Brandenburg mitgestaltet. Dazu gehörten Arduino und 3D-Druck Einführungskurse, ein ständiges Repair Cafe und schnelles Möbelzimmern mit Paletten. Hier einige Eindrücke :

Update #2 2014: Verbundtreffen der offenen Werkstätten im freiLand

Wir haben zusammen mit der Siebdruckwerkstatt Coyote und dem Werkhaus Potsdam letzten November das Verbundtreffen der offenen Werkstätten ausgerichtet. Dazu übernehmen wir den Blogartikel von der Seite unserer Dachorganisation :

Hier abrufbar : –>Link

Schön war es beim Verbundtreffen vom 12.-16.11.2014, das dieses Jahr in Potsdam stattfand. Danke an Florent und Mario (Freiland/Werkhaus) für die tolle Organisation! Für alle, die nicht dabei sein konnten, kommt hier eine kleine Rückschau: von A wie Alugießen über f wie fairmondo bis zu xyz – wie Lastenrad.

Zunächst ging es ganz praktisch zur Sache – im Vorfeld fanden einige Workshops statt: So entstanden in dieser knappen Woche unter anderem drei Lastenräder. Till Wolfer von der dänisch-deutschen Designkooperation N55, die das Konzept entwickelt hat, war mit vor Ort und weihte die anwesenden Lastenrad-Freaks in die Tricks und Kniffe beim Bau eines xyz-Spaceframe-Vehicles ein. Mehr über das Siebdrucken von Sonderfarben konnte man bei Nico im Studio114 erfahren: Specials wie Ätz- oder Relieffarbe, die nach dem Druck nicht nur ein sicht-, sondern auch ein fühlbares Ergebnis hinterlässt. Beim Alugießen entstanden nach dem Prinzip der Verlorenen Form kleine Kunstwerke, z.B. ein Äffchen als Kühlerfigur fürs Lastenrad.

Am Freitag startete schließlich das eigentliche Vereinstreffen mit einigen Kurzvorträgen, in denen die ProjektmacherInnen vorstellten, was bei Ihnen los ist und an welchen Ideen gerade getüftelt wird: inspirierend und informativ, denn bei den Verbundmitgliedern ging in der letzten Zeit einiges. Hier findet Ihr die Präsentationen dieses Abends. Wer sie verpasst hat, kann unten den Input nachholen oder einfach das Gedächtnis auffrischen – los geht’s im Süden:

Seit Mai unterstützt das FabLab Nürnberg mit dem MetroLab Fab-Initiativen aus der mittelfränkischen Metropolregion. Chris erzählte über die Erfahrungen der ersten Monate. Die Idee ist gut angekommen. An vielen Orten finden sich Gruppen zusammen, und das MetroLab-Team hilft Ihnen bei den ersten Schritten auf dem Weg zum eigenen Offenen Technologielabor. Das Projekt läuft noch bis 2016, wer also in der Gegend wohnt und seinen Traum vom gemeinsamen Fabben Wirklichkeit werden lassen will, kann sich gerne bei Chris und Co. melden. Aus Nürnberg gab es außerdem weitere wilde Ideen zu hören – aber dazu unten mehr.

Das FabLab Paderborn plant, unter die Verleger zu gehen und ein FabMag  herauszubringen, das über Neuigkeiten aus der Welt des Selbermachens und Fabbings berichtet. Finanziert aus Werbemitteln soll eine Zeitschrift entstehen, die Werkstätten kostenfrei erhalten und an Ihre BesucherInnen weitergeben. Die bunte Mischung aus Bauanleitungen, Terminen und allgemeinen News könnte nicht nur ein authentisches Sprachrohr der Szene sein, sondern sich zum ultimativen Flyer für FabLabs entwickeln. Gerade sind die Paderborner dabei, ein Infopaket mit einem ersten Fahrplan zu erstellen. Mehr dazu also bald, das Beitragen von Content ist ausdrücklich erwünscht.

Über schöne und weniger schöne Entwicklungen aus den vergangenen Monaten bei Kunststoffehatte Frauke zu erzählen. Dem Verein wurden seine Räumlichkeiten auf dem Flugfeld Tempelhof gekündigt. Nun steht die anstrengende Suche nach neuen Flächen an. Toll dagegen und ein ganz innovativer Ansatz – Kunststoffe ist Teil der für zwei Jahre angelegten Kooperation Reusecity: In Berlin finden jährlich zahllose Messen und Großveranstaltungen statt, die haufenweise Müll produzieren. Reusecity rettet diese Hinterlassenschaften für eine Wiederverwendung: Die Aussteller entsorgen gebrauchsfähige Materialien noch am Messeort. Temporär wandern sie dann ins Lager von Kunststoffe, die gegen eine Spende Commons-Initiativen, Künstler- und SelbermacherInnen mit den nötigen Rohstoffen ausstatten.

Klick auf Bild = PDF-Präsentation

Nach dem xyz-Spaceframe-Workshop von Till gab es auf dem Verbundtreffen noch mehr von den Design- und Interventions-Projekten des Kollektivs N55 zu hören – seht selbst, was aus den Bausätzen neben Lastenrädern noch Aufregendes entstehen kann:

In Nürnberg träumt man von der Stadt in der Stadt: der Quellkollektiv e.V. will auf den 250.000 m² der alten Quelleversandzentrale ein riesiges urbanes Experimentierfeld entstehen lassen. Fünf Themen verbinden die AktivistInnen mit dem Projekt: Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur, Bildung, Soziales und Wohnen/Leben. Urbane Landwirtschaft neben demokratischen Schulen, Mehrgenerationenwohnen und Indoorspielplätze zwischen Repair Cafés und Obdachlosenwärmestuben. Ein Ort für alle eben, der gleichzeitig zum großen Forschungsobjekt zu Subsistenz und commonsorientierter Stadtentwicklung werden könnte.


Klick auf Bild = PDF-Präsentation

Den Spagat zwischen akademischer Forschung und praktischem Lernen in der Schule wagt das Projekt Constructable. Die im Freiland angesiedelte machBar kooperiert dazu mit dem TLTL Lab der Universität Stanford. In fünf Potsdamer Schulen entstehen Tochterwerkstätten der machbar, in denen die SchülerInnen eigene Ideen erproben können – Ansprechpartner  vor Ort ist Mario, der die Umsetzung in den Schulen begleitet.

Was würdest Du bauen, wenn Du zehn Jahre alt wärst? Einen Tisch, ein Baumhaus oder eine Weihnachtskrippe? Eine Seifenkiste, ein Kanu, eine Puppenstube? Hinter dem Werkraum Augsburgverbirgt sich eine Initiative, die kleinen und großen Kindern einen Platz zum gemeinsamen Bauen, Werkeln und Tüfteln erschließen will.

Felix hat den fairen Marktplatz fairmondo vorgestellt. Unter dem Motto “Dreh das Spiel um” wird hier eine anständige Alternative zu den bekannten Internetriesen geboten. Dahinter steht eine Genossenschaft mit bisher knapp 2.000 Teilhabern. Transparent und demokratisch ermöglicht die Plattform ressourcenschonenden und sozialen Konsum. Der Verbund eröffnet dort einen gemeinsamen Shop, in dem Werkstätten entstandene Produkte vertreiben können. Aber auch wer mit gutem Gewissen seine Weihnachtseinkäufe tätigen möchte, ist bei fairmondo bestens beraten – denn der Marktplatz bietet nicht nur eine faire, sondern vor allem eine schöne Auswahl feiner Dinge.

Klick auf Bild = PDF-Präsentation

In Dresden läuft seit diesem Frühjahr das fabelhafte Projekt metafab, über das wir auch schonberichtet haben. Matti lieferte einen Bericht zum Stand der Dinge – derzeit gastiert das Lab in den Technischen Sammlungen der Stadt Dresden.

Einiges mehr gäbe es noch zu berichten: Sehr gut kam die Dokumentation der Mailänder Filmemacher Giulio und Lorenza an, die beim abendlichen Kino auch selbst anwesend waren: “Collaborative Work in Europe” zeigt Coworking Spaces in ganz Europa. Viele Werkstätten haben Interesse gezeigt, an weiteren Projekten der beiden mitzuwirken – vielleicht gibt es ja beim nächsten Treffen ein Vol.2 zu sehen. Und ein ziemlich großes Projekt, das den gesamten Verbund betrifft, wurde noch gar nicht erwähnt: Cowerk ist ein Forschungsvorhaben, in dem der Verbund als Praxispartner fungiert. Aber dazu mehr im Dezember, wenn der offizielle Startschuss fällt. Neben allem Organisatorischen war das Treffen: gemeinsames Fachsimpeln, Tüfteln und Träumen, ein bisschen Feiern und viel Schlemmen (das Essen der Taverna hauszwei im Freiland war köstlich!) – und das kann leider sowieso kein Text wiedergeben.

Aber vielleicht ein bisschen Vorfreude wecken auf das Wiedersehen im nächsten Jahr – wie und wo steht schon fest: bei den Dresdnern im Rosenwerk, vom 05. – 08.11.15.

 

Update #1 2014: FabLearn Konferenz an der Stanford University

Ende Oktober letzten Jahres fand die letztjährige FabLearn Konferenz in Palo Alto (Kalifornien) auf dem Gelände der Uni Stanford statt. Circa 200 Teilnehmer vorrangig aus dem nordamerikanischen Raum trafen sich zum Thema “Creativity and Fabrication in Education”.

Das Programm ist hier abrufbar :  –>Link

Es war der erste reale Auostausch der Anfang letzten Jahres neugebildeten FabLearn Gruppe am TLTL Lab der Uni. Neben der Konferenz konnten die weiteren Pläne der Gruppe weiterbesprochen werden, dazu werden hier auf dem Blog regelmässige Updates gepostet. Im Laufe des Jahres wird eine von der Gruppe gepflegte Website entstehen, der wir den Namen “Constructables” gegeben haben analog zu der bekannten DIY Seite Instructables.

Ein kleiner Einblick unserer Arbeit gibt es über den Stanford FabLearn Blog :  –>Link

In der Graduate School of Education insbesondere im TLTL Lab wird unter anderem die Wirkung von neuen Technologien aus dem Bereich Digital Fabrication auf Schulen und Schüler erforscht. Ein Augenmerk wird dabei auf den spielerischen konstruktiven Zugang zu diesen Technologien gelegt und Rückschlüsse auf eine evtl. Veränderung oder Anpassung der Curricula gezogen.

Unter den Teilnehmern (Beide sind auch Mitglieder unserer Gruppe) sind auch Sylvia Martinez-Libow und Gary Stager als Autoren von “Invent to Learn”, welches ich sehr empfehlen kann. Hier der Link zur Website:  –>Link

Bezogen auf Deutschland kann gesagt werden, dass die Entwicklung in den Vereinigten Staaten was die Einbeziehung dieser Technologien in den Unterricht angeht, in einigen Regionen weiter ist als bei uns. Im Grossen und Ganzen ist jedoch sehr viel immer noch (wie sollte es auch anders sein) vom Engagement einzelner Lehrer abhängig. Wahrscheinlich ist ein nationales Förderprogramm, wie es u.a. in Dänemark und den Niederlanden notwendig um in dieser Beziehung Universitäten, die “Maker Movement” und Schulen in Projekten enger miteinander zu verzahnen.

Mario Parade

Termine für Open Lab und Repair Cafe

Die nächsten Repair Cafe’s finden an folgenden Terminen statt :

  • 12.2.2015 und am 19.2. 14-17 Uhr im Nachbarschaftshaus am Kanal 57 in den temporären Räumen der Kulturlobby
  • 28.2. 10-14 Uhr in Kooperation mit der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam am Platz der Einheit
Open Lab (ab 18 Uhr in der machBar ) wieder am :
  • am 18.2 und am 25.2. im FabLab